Tiere bringen Menschen Freude (als Gefährten und Sportbegleiter) sowie Nutzen (als Arbeitskräfte und zur Lebensmittelproduktion). Rechtlich sind sie Mitgeschöpfe: Leiden, Schmerzen und Angst müssen ihnen erspart werden. Die Interessen und Bedürfnisse von Menschen und Tieren sind deshalb sorgfältig abzuwägen.
Auffassungen von Tierhalterinnen, Tierhaltern, Konsumentinnen, Konsumenten, Tierschutzorganisationen, Industrie und Forschung können weit auseinander klaffen. Ansprüche und Bedürfnisse sind zum grösstmöglichen Nutzen für Tiere und Menschen zu einen - ein Spannungsfeld in der Natur der Sache, dem wir uns allerdings nicht entziehen können.
Beratung, Aufklärung und Vermittlung zwischen den verschiedenen Ansprüchen gewinnen zunehmend an Bedeutung - der Tierschutzverein Zug hat sich diesen Aufgaben verschrieben. Im Jahre 2006 wurden der Findeltiermeldestelle über 300 herrenlose Heimtiere gemeldet. Dies zeigt, dass schnelle und unbürokratische Hilfestellung erforderlich ist, wenn Tiere heimatlos werden, verloren gehen oder ihre Interessen und Bedürfnisse ungenügend berücksichtigt werden.
Der Regierungsrat hat - im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen - den Tierschutzverein mit der Führung der Meldestelle für Findeltiere beauftragt. Damit wird dessen Bedeutung für das Wohlbefinden der Tiere und das Zusammenleben von Mensch und Tier zum Ausdruck gebracht. Die Gesundheitsdirektion und das Veterinäramt mit Kantonstierarzt Dr. Werner Limacher sind an einer guten Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Zug zum Wohle von Tier und Mensch sehr interessiert und setzen sich engagiert dafür ein.
Joachim Eder, Landammann
Gesundheitsdirektor des Kantons Zug